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China - Guilin



Allgemeines

Guilin ist eine bezirksfreie Stadt in der Volksrepublik China. Guilin liegt im Autonomen Gebiet Guangxi der Zhuang-Nationalität im Südwesten Chinas an den Ufern des Li Jiang (Li-Fluss).


Geschichte

Die Landschaft um Guilin entstand als vor 200 Millionen Jahren das Urmittelmeer durch tektonische Erhebung des Meeresbodens zurück wich und die übrig bleibenden Berge langsam erodierten.

Die Geschichte Guilins lässt sich etwa 2.100 Jahre zurück verfolgen. In den Quellen wird die Region zum ersten Mal in der Qin-Dynastie erwähnt. Um den Nachschub der Truppen zu gewährleisten ließ Qin Shihuangdi einen Kanal vom Jangtse in die Gegend von Guilin bauen. Der 34 Kilometer lange Linqu-Kanal verband den Xiang-Fluss mit dem Li-Fluss.

Eine Verwaltungseinheit an der Stelle des heutigen Guilin wird zum ersten Mal im Jahr 111 v. Chr. (Jahr 6 der Herrschaft des Kaisers Wu der Han-Dynastie) erwähnt, damals als Landkreis Shi.

Von der Song- bis zur Qing-Dynastie war Guilin das kulturelle Zentrum von Guangxi.

Im 17. Jahrhundert ließen sich versprengte Angehörigen der Kaiserfamilie auf der Flucht vor den Mandschu in Guilin nieder und führten die Region wie ein Königreich.

1914 wurde der Sitz der Provinzregierung von Guilin nach Nanning verlegt.


Tourismus

Guilin ist das Haupt-Touristenziel in Guangxi, da hier die Karstberge eine bizarr schöne Landschaft bilden. Hier schlängeln sich neben dem Li-Fluss mehrere kristallklare Flüsse durch die Stadt, die von einem ganzen Gürtel von Bergen mit bizarren Felsformationen und hunderten Grotten umgeben ist. Dieses einzigartige Naturparadies lockt jährlich unzählige Touristen nach Guilin.

An dieser Stelle ist zu erwähnen, dass das etwa 1.5 Stunden entfernte Dorf Yangshuo die Landschaft von Guilin noch bei Weitem übertrifft. Auch wenn Yangshuo bereits seit längerem kein Geheimtipp mehr ist, gehört ein Kurztrip dorthin zu den absoluten Highlights.


Sehenswürdigkeiten

Die größte und beeindruckendste Höhle von Guilin ist die Schilfrohrflötenhöhle („Ludi Yan“). In der 240 m tiefen Tropfsteinhöhle bahnt sich der Besucher seinen 500 m langen Weg durch ein Meer von Stalagtiten und Stalagmiten. Eine Grotte, die "Kristallpalast des Drachenkönigs" genannt wird, faßt 1000 Menschen.

Der Elefantenrüsselberg (Xiangbishan) steht am Zusammenfluss des Yangjiang und des Lijiang. Er ähnelt einem Elefanten beim Wassertrinken und ist das Symbol der Stadt Guilin.

Der Gipfel der Einzigartigen Schönheit (Duxiu Feng) liegt mitten in der Stadt auf dem Campusgelände der pädagogischen Hochschule. Von oben hat man einen Panoramablick über den Li-Fluss und die umliegenden Berge.

Der Park der Sieben Sterne (Qixingyan) liegt in der Stadt Guilin. Er hat seinen Namen von den sieben Berge, die dem Sternbild des Großen Bären ähneln.

Die Schilfrohrflötenhöhle (Ludiyan) befindet sich im Berg des Lichts, nordwestlich der Stadt. Sie hat ihren Namen von dem Schilfrohr, das am Eingang der Höhle wächst und aus dem man Flöten anfertigen kann.

Die Gesteinsschichten des Berges der farbigen Schichten (Diecaishan) erinnern an einen Stapel verschiedenfarbiger Seidenbänder.

Der Li-Fluss entspringt am Katzenberg im Nordosten von Guangxi und fließt durch Guilin. Die malerische 40 Kilometer lange Strecke zwischen Guilin und Yangshuo wird von zahlreichen Touristenschiffen befahren.


Der Text auf dieser Seite basiert, soweit nicht anders angegeben, auf dem Artikel Guilin aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. Eine Liste der Autoren ist dort abrufbar.





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