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Die Stadt Kukës ist eine kleine Stadt im Norden Albaniens. Die Einwohnerzahl beträgt rund 18.000 (2005). Sie ist Hauptort der gleichnamigen Präfektur und des gleichnamigen Kreises sowie Zentrum des Nordosten des Landes.
Bis zur kosovarischen Grenze sind es nur 15 Kilometer Luftlinie. Während des Kosovo-Kriegs im Jahr 1999 erreichte Kukës kurz weltweite Berühmtheit, als Zehntausende von albanischen Flüchtlingen aus Kosovo bei Morina die Grenze überquerten und in Kukës Zuflucht fanden und Hunderte von Journalisten über die Ereignisse berichteten. Rund um Kukës entstanden damals Flüchtlingscamps aus Zelten die von internationalen Hilfsorganisationen und den Armeen von NATO-Staaten betrieben wurden.
Die Stadt liegt inmitten der nordalbanischen Alpen oberhalb des Zusammenflusses des Weißen und Schwarzen Drins, der an dieser Stelle gestaut ist, auf rund 350 m ü. NN. Der Stausee Liqeni i Fierzës begrub 1976 unter sich die alte Stadt. Die neue Stadt Kukësi i Ri entstand in den 1970ern auf einem windigen Plateau. Das Stadtbild ist deshalb mehrheitlich von mehrstöckigen Plattenbauten geprägt. Eine große, neu errichtete Moschee ist einer der wenigen Farbtupfer im Ort. Schön ist die Stelle beim ehemaligen Albturist-Hotel, von wo aus man einen guten Ausblick auf das Flusstal hat.
Die Region rund um Kukës erlebte während des Kommunismus einen Aufschwung dank Bergbau, Holzindustrie und staatlicher Landwirtschaft. In den 1990ern verließen viele Bewohner die Region, die zu den ärmsten Albaniens zählt und kaum Arbeitsplätze bietet. Kukës liegt auch sehr abgeschieden vom restlichen Albanien. Die Fahrt über die Berge auf schlechten Straßen dauert lange. Historisch war die Gegend vor allem mit Kosovo und der Stadt Prizren verbunden. Die Vereinigten Arabischen Emirate finanzieren zur Zeit (2005) einen Flughafenneubau, bei dem es aber zu Streitigkeiten wegen Enteignungsfragen gekommen ist.
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