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Die Stadt Vitória ist die Landeshauptstadt des brasilianischen Bundesstaates Espírito Santo (E.S.). Sie liegt 500 km nördlich von Rio de Janeiro auf einer kleinen Insel in einer Bucht, an der mehrere Flüsse in den Atlantik fließen. Sie wurde 1551 gegründet und hat ca. 300.000 Einwohner. Der Grossraum Vitória mit seinen unmittelbaren Nachbargemeinden Cariacica, Serra und Vila Velha kommt auf über 1 Mio. Einwohner. Die Stadt liegt durchschnittlich 3 Meter über dem Normalnull. Das Klima ist tropisch feucht, mit durchschnittlichen Monatstemperaturen von 24ºC (Winter) - 30,4ºC (Sommer). 1998 bewerteten die Vereinten Nationen Vitória als Stadt mit der viertbesten Lebensqualität in Brasilien.
Wirtschaft Vitória ist eine wichtige Hafenstadt mit insgesamt drei Häfen (unter ihnen der bedeutendste Erzausfuhrhafen Brasiliens).
Geschichte Die Stadt wurde kurz nach der Ankunft von Vasco Fernandes Coutinho in Vila Velha gegründet. Zuerst siedelte er die Kolonisten dort an, aber das Festland wurde durch Angriffe niederländischer und französischer Händler schnell zu gefährlich, sodass die Insel Heimat der Kolonisten wurde.
Während der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde Vitória als zurückgebliebene, landwirtschaftliche Stadt betrachtet. Die Wirtschaftshauptstadt zu dieser Zeit war Cachoeiro de Itapemirim. Erst nach der Adoption der Republik als Staatsform in 1889 wurde entschieden die Bundeshauptstadt zu modernisieren.
In 1892 begann Muniz Freire seine vierjährige Amtszeit damit, die Infrastruktur zu verbessern und ein Darlehen über 700 Millionen Französischer Francs in Anspruch zu nehmen. Seine Idee war, durch die verbesserte Infrastruktur Vitória als Exportstandort zu etablieren. Ab 1894 war das Wachstum der Stadt und die steigende Aktivität der Häfen deutlich zu erkennen.
1908 wurde Jerônimo Monteiro Gouverneur des Bundesstaates und führte die Stadtplanung fort. Während seiner Regierungszeit zog Vitória mit Cachoeiro de Itapemirim als Wirtschaftszentrum gleich. Dies wurde 1911 durch die Fertigstellung der Eisenbahn zwischen diesen beiden Städten noch unterstützt. Während dieser Zeit wurden viele Projekte, wie der Bau von Schulen, des Moscoso Parks und des Krankenhauses Santa Casa da Misericordia Hospital sowie die Einrichtung des Stadtarchivs, der Bücherei und des staatlichen Museums verwirklicht.
Vitoria ist der Hauptexport-Hafen für Eisenerz. Das jährliche Exportvolumen beträgt circa zehn Millionen Tonnen. Destinationen sind China, Taiwan, die USA und Europa.
Neben dem Export von Eisenerz wird auch noch das Halbzeug-Produkt Roheisen exportiert. Das Exportvolumen beläuft sich auf circa fünf Millionen Tonnen.
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