Die Stadt Manaus ist die Hauptstadt des brasilianischen Bundesstaates Amazonas, fast direkt am Zusammenfluss von Rio Negro und Rio Solimões zum Amazonas gelegen.
Geographie Manaus liegt auf einer Höhe von 92 m über NN am linken (östlichen) Ufer des Rio Negro, ca. 11 km westlich des Zusammenflusses mit dem Rio Solimões zum Amazonas. Bis zur Mündung des Amazonas in den Atlantischen Ozean sind es rund 1.500 km. Bis Manaus können problemlos Schiffe fahren, die sonst nur auf Weltmeeren verkehren.
Manaus liegt inmitten des Dschungels. Es gibt nur eine noch befahrbare Stassenverbindung in den brasilianischen Nachbarstaat Rondonia mit der Hauptstadt Boa Vista. Diese Stasse ist die einzige Ueberlandverbindung von Brasilien nach Venezuela. Sonst ist Manaus nur per Schiff oder Flugzeug erreichbar.
Geschichte Manaus wurde zur Zeit des Kautschukbooms reich. Dieser Reichtum ist auch heute noch erkennbar, zum Beispiel am Theater Teatro Amazonas. Nach dem Verlust des Weltmonopols an Kautschuk setzte Anfang des letzten Jahrhunderts der Niedergang der Stadt ein. Dies änderte sich jedoch nachdem Brasilien nach dem 2. Weltkrieg Manaus zur Freihandelszone (Zona Franca) erklärt hat. Firmen die in Manaus produzieren, können Ihre Rohmaterialien nahezu zollfrei einführen. Dies führte seit den 1970er Jahren zu einem Wirtschaftsboom und einem Wiedererwachen des öffentlichen Lebens in der Stadt.
Kultur Die Brasilianer in Manaus strömen eine förmliche Lebensfreude aus. Dies kann man besonders beim Tanzen zur hier gehörten Musik forró (ausgesprochen als foho) wahrnehmen. Dieser Musikstil ist in Manaus allgegenwärtig. In Manaus wird erzählt, dass diese Musik durch die britischen Einwanderer entstand, die ihre Musik "for all" tauften, was sich im Laufe der Jahre zu forró entwickelte. Anders als in Europa wird in den Märkten und Shoppingzentern meist Live-Musik gespielt.
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