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Die Stadt Campinas ist eine Stadt im brasilianischen Bundesstaat São Paulo und liegt etwa 100 km nördlich der Stadt São Paulo. Auf einer Fläche von 801 km² leben 1.031.887 Einwohner (2004), etwa 2,5 Millionen im Ballungsraum.
Geschichte Die Stadt ist eine Gründung der Bandeirantes aus dem späten 18. Jahrhundert und erhielt erst 1842 ihren heutigen Namen. Seit Mitte des 19. Jahrhunderts wuchs sie stetig mit dem Vordringen des Kaffeeanbaus und der Eisenbahn. An die Zeit der Industrialisierung erinnert die ringförmige Museumsstraßenbahn im Taquaral Park. Heute ist Campinas die zweitgrößte Stadt des Staates São Paulo und beherbergt zahlreiche Industriebetriebe und universitäre Forschungseinrichtungen.
Wirtschaft Campinas ist ein wichtiges Industrie- und Handelszentrum mit vielfältigen Wirtschaftszweigen: Kaffee-, Zuckerrohr- und Baumwollanbau, verarbeitende Industrie (Textilien, Maschinenbau, Papier, Chemie, Elektronik) und Dienstleistungen.
Die Region um Campinas erwirtschaftet mit etwas mehr als 3% der Einwohner des Landes 9% des brasilianischen Bruttosozialprodukts. Das Pro-Kopf-Einkommen ist eines der höchsten in Lateinamerika (10.000 US$/Jahr).
Campinas wird auch als brasilianisches Silicon Valley bezeichnet. Es beherbergt Technologieunternehmen wie (IBM, Motorola, Lucent, Nortel, Compaq, Celestica, Samsung, Alcatel, Bosch, 3M, Texas Instruments, General Motors, Honda, Mercedes Benz und viele andere), sowie Forschungszentren und Universitäten (CPqD, EMBRAPA, UNICAMP und PUCCAMP). Auch die pharmazeutische und petrochemische Industrie ist mit Firmen wie Merck, DuPont, Rhône-Poulenc und Shell in der Region vertreten.
Die Stadt verdankt ihr schnelles Wachstum auch der Nähe zum internationalen Flughafen Viracopos und der Anbindung an die beiden wichtigsten Autobahnen des Staates Bandeirantes und Via Anhanguera.
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