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USA - Detroit



Die Stadt

Detroit, im Wayne County des Bundesstaates Michigan zwischen dem Lake St. Clair und dem Eriesee gelegen, ist mit 900.198 Einwohnern (Stand 1. Juli 2004) die elftgrößte Stadt der USA. Die Stadt hat seit den 1950ern die Hälfte ihrer Einwohner verloren. In der Stadt Detroit leben mit 82% mehrheitlich Afro-Amerikaner, die vor allem im Zentrum konzentriert sind, während einige nördliche Vororte teilweise zu 99% weiß sind.


Geschichte

Detroit wurde von dem französischen Kapitän Antoine de la Mothe Cadillac am 24. Juli 1701 am Ausfluss des Lake Erie als "Ville d'Etroit" (Stadt an der Meerenge) gegründet. Während der Kriege mit den Briten um die Vorherrschaft in Nordamerika war das dort errichtete Fort ein wichtiger Stützpunkt der französischen Streitkräfte. Während des Franzosen- und Indianerkriegs (1754-1763) war Detroit eine der letzten Befestigungen, die von den Briten besetzt wurden. Am 29. September 1760 übergab die französische Besatzung das Fort kampflos an britische Truppen unter Major Robert Rogers. Während des Pontiac-Aufstands (1763-1764) der Indianer des Ohiotals gegen die britische Kolonialherrschaft war Detroit ein Brennpunkt der Kämpfe und wurde von den Indianern vergeblich belagert.

1909 begann die Massenproduktion von Automobilen mit dem Model T von Henry Ford in Detroit/Highland Park. Andere Autobauer siedelten sich an, bis heute ist Detroit als Motor City bekannt.

Seit den 1950er Jahren hat die Stadt mit Bevölkerungsschwund und hohen Kriminalitätsraten zu kämpfen, besonders nach den Rassenunruhen 1967. Viele Häuser stehen leer und verfallen, auch wenn die Stadt seit Ende der 1990er Jahren bemüht ist, solche Häuser abzureißen oder zu renovieren. Renaissance ist das Schlüsselwort, das nicht nur mit dem Renaissance Center, sondern auch mit der Wiederbelebung des Stadtzentrums in Zusammenhang steht: Es wird versucht, junge Menschen wieder zum Wohnen in Detroit zu bewegen. Mit dem Umzug der Detroit Tigers in den neu gebauten Comerica Park und der Detroit Lions nach Ford Field werden Sportereignisse aus dem Umland wieder nach Downtown geholt, es finden attraktive Aufführungen im Fisher Theatre statt.

2001 wurde der Demokrat Kwame M. Kilpatrick (damals im Alter von 31 Jahren) als jüngster Bürgermeister der Stadtgeschichte in sein Amt gewählt. Im November 2005 wurde Kilpatrick, trotz anderslautender Vorhersagen, wiedergewählt.


Bildung

Da das US-amerikanische Bildungssystem stark von der jeweiligen lokalen Konjunktur und vom Einkommen abhängt, gibt es hier teilweise eklatante Mängel. In einzelnen Bezirken soll es praktisch keine öffentliche, schulische Ausbildsmöglichkeit mehr geben, das Geld für Privatschulen ist gerade dort sowieso nicht vorhanden. Laut einer Studie des National Institutes for Literacy seien rund 60 % der Bürger "praktisch unfähig, zu lesen oder zu schreiben".


Museen und Parks

Das Detroit Institute of Arts hat eine der angesehensten Sammlungen der USA, mit Werken von Diego Rivera, Pablo Picasso und Vincent Van Gogh.

Weitere Museem befassen sich mit der Stadtgeschichte Detroits (Detroit Historical Museum), der Geschichte der Afro-Amerikanischen Geschichte in Amerika (Museum of African American History) und der Entstehung der Motown-Musik (Motown Historical Museum). Zudem gibt es noch ein naturwissenschaftliches Museum (The new Science Center of Detroit).

Die wichtigsten Parks sind Belle Isle, eine Insel im Detroit River, sowie Palmer Park, River Rouge Park, Chene Park and der Campus Martius Park im Stadtzentrum Detroits.


Bauwerke

In der Hochphase der Stadt in den 1920ern wurden viele Bürogebäude im Stadtzentrum gebaut, sie beeindrucken durch aufwändige Verzierungen. Das Renaissance Center in Downtown Detroit ist ein eindrucksvolles Hochhaus, eingebettet in die General Motors Hauptquartier Türme. Der People Mover verschafft einen Überblick über die Innenstadt, die z.B. mit Greektown und seinen Casinos einige Attraktionen zu bieten hat. Die Wiederbelebung von Downtown Detroit zog mit neu errichteten Sportstätten für American Football und Baseball auch Unternehmen wie Compuware ins Zentrum.

Direkt nördlich von Detroit liegt Grosse Pointe, gelegen am Lake St. Clair: Eine der reichsten Städte der USA, in denen einige frühere "Autobarone" ihre Anwesen hatten, und auch heute noch die Nachfahren von Henry Ford leben. In Hamtramck kann man das Leben der polnischen Einwanderer im Stil der 1950er bis heute erleben.


Verkehr

Sechs große Highways (I-75, I-94, I-96, I-275, I-375 und I-696) führen durch Detroit. Einer der wichtigsten Grenzübergänge zwischen den USA und Kanada liegt zwischen Detroit und Windsor. Unter dem Detroit River befindet sich ein Tunnel, darüber die Ambassador Bridge.

Der nächstgelegene internationale Flughafen zu Detroit ist mit dem Detroit Metropolitan Wayne County Airport (DTW) in Romulus nur wenige Meilen entfernt.

Als Autostadt wurde Detroit ohne öffentliche Verkehrsmittel geplant, deshalb gibt es auch keine U- oder S-Bahn. Es gibt lediglich Busverbindungen innerhalb der Stadt (Detroit Department of Transportation) und in die Vororte (Suburban Mobility Authority for Regional Transportation, SMART-Bus). In Downtown Detroit gibt es zudem noch den People Mover. Bahnfernvervindungen gibt es nach Chicago, Ann Arbor und andere Orte in Michigan.


Ansässige Unternehmen

Detroit ist Sitz der General Motors. Die anderen beiden Autofirmen der Big Three - der Ford Motor Company, mit Sitz im benachbarten Ort Dearborn und Chrysler mit Sitz im nahegelegenen Auburn Hills - machen das Detroit Metropolitangebiet zu einem Symbol der amerikanischen Automobilindustrie. Volkswagen of America ist ebenfalls im nördlichen Vorort Auburn Hills vertreten.

In Detroit findet die größte Automobilausstellung in den USA statt, die NAIAS.


Der Text auf dieser Seite basiert, soweit nicht anders angegeben, auf dem Artikel Detroit aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. Eine Liste der Autoren ist dort abrufbar.





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