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USA - Chicago



Die Stadt

Chicago ist eine Stadt im am Südwestufer des Michigansees im US-Bundesstaat Illinois in den Vereinigten Staaten von Amerika. Mit einer Einwohnerzahl von 2.862.000 (2004) ist sie die drittgrößte Stadt der USA. Der Name leitet sich aus dem Wort Checagou ab, mit dem die Potawatomi-Indianer das Marschland beschrieben, wo später die Stadt gegründet wurde. Das indianische Wort bedeutet sowohl wilde Zwiebeln wie auch Stinktier. Frei übersetzt bedeutete Checagou also soviel wie "Land, das nach Zwiebeln stinkt".

Im Volksmund wird Chicago aufgrund des zu jeder Jahreszeit starken Windes, der aus nördlicher Richtung vom Michigansee weht, und durch die Wolkenkratzerschluchten kanalisiert und dadurch verstärkt wird, auch the windy city genannt. Chicago ist seit jeher eine wichtige Handelsstadt in den Vereinigten Staaten, was einerseits durch die zentrale Lage in der Mitte des nordamerikanischen Kontinents begründet ist, vor allem aber aufgrund der Lage an den einst wichtigsten Wasserstraßen der Vereinigten Staaten, die von den Großen Seen und New York City bis zum Golf von Mexiko führte, und durch den Bau mehrerer Kanäle ermöglicht wurde, und später aufgrund der Lage am Knotenpunkt wichtiger Eisenbahnstrecken, unter anderem an der die West- mit der Ostküste verbindenden transkontinentalen Eisenbahnstrecke. Chicago ist Sitz des Chicago Mercantile Exchange, der größten Warenterminbörse der Vereinigten Staaten, und des Chicago Board of Trade, der größten Rohstoff-, Futures- und Optionsbörse der USA.


Geografische Lage

Chicago liegt im Nordosten Illinois. Laut Daten des United States Census Bureau hat die Stadt eine Fläche von 606,1 km². Gewässer bedecken davon 2,94% (17,8 km²). In Chicago mündete einst der Chicago River in den Michigansee. Allerdings fließt das Wasser des Chicago River seit 1900 nicht mehr in den zur Trinkwassergewinnung genutzten Michigansee, sondern wird über den „Chicago Sanitary & Ship Canal“ in den Illinois River und letztendlich in den Mississippi abgeleitet. Die Jahresdurchschnittstemperatur beträgt 9,5 Grad Celsius.


Klima

Das Klima in Chicago ist kontinental mit heißen Sommern und kalten Wintern, die Durchschnittstemperatur im Januar beträgt -5 Grad Celsius, im Juli 24 Grad. Insgesamt gilt das Wetter in Chicago als wechselhaft. Vor allem im Frühjahr und Herbst weht oft starker Wind.


Wolkenkratzerstadt Chicago

Nach New York City ist Chicago die zweite Stadt der „Wolkenkratzer“ und Chicago besitzt eine der spektakulärsten Skylines der Welt. New York besitzt zwar mehr Wolkenkratzer, aber dafür besitzt Chicago die höheren (auch schon vor dem 11.September 2001). Das höchste Gebäude Chicagos, der Sears Tower, hat eine Höhe von 442 m und war damit bis 1998 das höchste Gebäude der Welt. Obwohl er dann von den Petronas Towers (insg. 452 m) in Kuala Lumpur übertroffen wurde, hatte er bis 2003, als der Taipei 101 (insg. 508 m) eröffnet wurde, das höchste nutzbare Stockwerk und das höchste Dach. Mit Antenne misst er sogar 527 m und ist damit bis heute der insgesamt höchste Wolkenkratzer. Das zweithöchste Gebäude, das Aon Center, misst bis zum Dach 346 m und das dritthöchste, das John Hancock Center 343 m. Es besitzt auch noch zwei Antennen und ist mit ihnen 457 m hoch (5 m höher als die Petronas Towers mit Spitze). Chicago besitzt noch ein paar Gebäude um die 300 m Höhe, z. B. das AT&T Corporate Center mit 307 m, das Two Prudential Plaza mit 303 m oder das 311 South Wacker Drive mit 293 m. Verglichen dazu sind die Wolkenkratzer New Yorks deutlich niedriger. Das Empire State Building als höchstes Gebäude New Yorks misst 381 m (mit Antenne 449 m), das zweithöchste (Chrysler Building) 319 m. Die restlichen liegen alle unter 300 m (das dritthöchste bis zum höchsten Punkt 290 m ).

Zudem gilt Chicago als Geburtsort der Wolkenkratzer, da hier mit dem 10stöckigen Home Insurance Building 1885 das erste Haus mit Stahlskelett errichtet wurde.


Wirtschaft

War es einst kanadisches Holz, welches über die Großen Seen von Kanada nach Chicago gelangte, und von da aus unter anderem zur Erschließung des Westens verteilt wurde, waren es später landwirtschaftliche Produkte und Rinder, die ab Ende des 19. Jahrhunderts aufgrund immer besserer Erschließung des Westens und Südens mit der Eisenbahn in immer größeren Mengen nach Chicago gebracht wurden, und dort gehandelt wurden. Bereits 1848 wurde daher in der rasant wachsenden Handelsmetropole der Chicago Board of Trade gegründet, an welchem seither die großteils landwirtschaftlichen Rohstoffe sowie Futures und Optionen gehandelt werden. 1898 wurde der „Chicago Butter and Egg Board“ eröffnet, der heutige Chicago Mercantile Exchange, die größte Warenterminbörse der USA.


Der Text auf dieser Seite basiert, soweit nicht anders angegeben, auf dem Artikel Chicago aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. Eine Liste der Autoren ist dort abrufbar.





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