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Die Stadt Gizeh ist eine Stadt in Ägypten und grenzt unmittelbar an Kairo. Sie gehört zur Verwaltungseinheit (Gouvernorat) al-Dschîza (el-Gîza), deren Hauptstadt sie ist. Gizeh hat 2.443.490 Einwohner (Stand 1. Januar 2005).
Gizeh gibt in etwa die Aussprache im ägyptischen Arabisch wieder. Hocharabisch beginnt das wort mit „dsch”, in englischer Rechtschreibung meist durch „j” wiedergegeben (daher ist manchmal auch die Jizah zu finden). Das „h” am Ende des Wortes ist stumm, der Endvokal kann sowohl als „a”, „ä” oder „e” ausgesprochen werden. Der Name wird, wie viele arabische Namen, meist mit dem bestimmten Artikel al- (Dialekt el-) gebraucht.
Pyramiden von Gizeh Die Pyramiden von Gizeh in Ägypten gehören zu den bekanntesten und ältesten Bauwerken der Menschheit. Nach der Zerstörung aller übrigen Sieben Weltwunder der Antike sind sie als letzte erhalten geblieben.
Die Pyramiden erheben sich auf einer Hochfläche, einem Ausläufer der westlichen Wüste etwa acht Kilometer südwestlich der Stadt Gizeh (Gîza), einem Kairoer Vorort. Die Pyramiden befinden sich somit rund 15 km vom Stadtzentrum entfernt, direkt an der Pyramidenstraße (Scharia el-Ahram).
Die verbreitete Theorie zur Funktion der Pyramiden besagt, dass diese vor etwa 4500 Jahren in einem Zeitraum von ungefähr 100 Jahren unter der vierten ägyptischen Königsdynastie als Grabstätten dreier Pharaonen gedacht war. Sie bilden das Zentrum einer riesigen Nekropole des Alten Reiches. Daneben ist auch die Theorie, nach der die Pyramiden vor allem einer rituellen Funktion dienten, verbreitet.
Entgegen früherer Annahmen ist man heutzutage der Ansicht, dass keineswegs eine Armee von Sklaven diese Bauwerke errichtet hat. Vielmehr wurden sie von Bauern aus dem ganzen Land, die in der unfruchtbaren Jahreszeit des Ackerbaus zu dieser Arbeit herangezogen wurden, erbaut.
Die mittlere der drei Pyramiden ist die Chephren-Pyramide, während die bekannteste und größte die Cheops-Pyramide ist. Zusammen mit der dritten, der Mykerinos-Pyramide wurden sie 1979 als Kulturdenkmal von der UNESCO in die Liste des Welterbes aufgenommen.
Ägyptische Pyramiden waren ursprünglich mit weißem Kalkstein verkleidet und bekrönt von einem Pyramidion, einem pyramidenförmigen, vergoldeten Schlussstein. Das von der Pyramide reflektierte Sonnenlicht sollte die enge Verbindung des Pharaos zum Sonnengott Re verdeutlichen.
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