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Die Stadt Oslo ist die Hauptstadt Norwegens und hat durch zahlreiche Eingemeindungen und stetiges Bevölkerungswachstum mittlerweile rund 540.000 Einwohner, wobei der Anteil der Ausländer an der Gesamtbevölkerung bei 22,3% liegt (Stand Juli 2005). Im Großraum Oslo wohnen etwa 1 Millionen Einwohner. Die von den Wikingern gegründete Stadt ist mehr als 1.000 Jahre alt. Sie bildet heute eine eigenständige Fylke (Verwaltungsbezirk) Norwegens und ist zugleich Verwaltungssitz der benachbarten Fylke Akershus. Im Januar 2006 löste Oslo laut einer Studie des Economist Tokio (welches 14 Jahre lang diesen Titel führte) als teuerste Stadt der Welt ab.
Name und Geschichte In der Heimskringla, einer Geschichte der norwegischen Könige, behauptet der isländische Gelehrte Snorri Sturluson, dass Oslo im Jahr 1048 von König Harald III. gegründet wurde. Ausgrabungen der jüngeren Zeit haben indes christliche Gräber aus der Zeit um 1000 zum Vorschein gebracht. Aus diesem Grund beging die Stadt im Jahr 2000 ihr tausendjähriges Jubiläum. König Håkon V. machte um 1300 Oslo zur Hauptstadt Norwegens und ließ die Festung Akershus errichten.
1624 wurde die Stadt durch einen Brand stark verwüstet und durch den dänisch-norwegischen König Christian IV. unter dem Namen Christiania wieder aufgebaut. 1877 änderte sich die offizielle Schreibweise in Kristiania und erst 1925 wurde der Stadt der ursprüngliche Name Oslo wiedergegeben. Oslo bedeutet übersetzt entweder „Ebene der Götter“ oder „Ebene unterhalb des Hügels“ - letzte Klarheit darüber ist nicht mehr zu erlangen.
Ein Kosename der Stadt ist Tigerstaden (Tigerstadt), nach einem Gedicht von Bjørnstjerne Bjørnson (“Sidste Sang”, 1870). In diesem Gedicht wird Oslo als gefährliche und unbarmherzige Stadt beschrieben. Vor dem Rathaus und vor dem Bahnhof erinnern Tigerskulpturen an diesen Namen, der seinen negativen Klang inzwischen verloren hat.
Das auf den ersten Blick ungewöhnliche Stadtwappen zeigt den heiligen Halvard, der versucht hatte, eine Frau vor Gewalttätern zu retten, dann aber von diesen mit Pfeilen durchbohrt und mit einem Mühlstein beschwert ertränkt worden ist.
Die Universität Oslo ist mit etwa 32.000 Studenten die größte des Königreiches und wurde 1811 nach Vorbild der Humboldt-Universität in Berlin gegründet. 1952 fanden die Olympischen Winterspiele in Oslo - u.a. am berühmten Holmenkollen - statt.
 Verkehr Oslo hat zwei internationale Flughäfen, Oslo-Gardermoen und Oslo-Torp.
Der Oslo-Gardermoen ist von Oslo über eine Zugstrecke oder über zwei Buslinien (SAS Flybussen und Flybussekspressen) angebunden. Oslo besitzt ein sehr gut ausgebautes Netz von Straßenbahnen (T-Bane), die im Zentrum unterirdisch, in Randgebieten überirdisch fahren. Die wichtigsten Haltestellen sind Majorstuen und Nationaltheatret. Im Januar 2006 soll ein neues Ticketsystem eingeführt werden, das beim Betreten und Verlassen der Bahnstationen die Karten kontrolliert.
Es gibt Fährverbindungen nach Kiel (Color Line), Hirtshals (Color Line), Frederikshavn (Stena Line), Kopenhagen (DFDS Seaways) und Helsingborg (DFDS Seaways).
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