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Die Stadt Kristiansand ist eine Kommune und die fünftgrößte Stadt Norwegens. Kristiansand ist die Hauptstadt des so genannten "Südland" (Sørlandet). Um Verwechselungen mit Kristiansund zu vermeiden wird im norwegischen oft ein S an den Namen (Kristiansand S) angehängt.
Geschichte Die Gründung von Christansand erfolgte im Jahr 1641 durch den dänisch-norwegischen König Chistian IV, dessen Ziel es war, einen neuen Handelsmittelpunkt an der südnorwegischen Küste zu schaffen. Die Stadt wurde auf einer ebenen, sandigen Landzunge an der Mündung der Torrisdalelv in die Kristiansandbucht des Skagerrak angelegt. Der Stadtkern hat wegen seiner quadratischen Anordnung der Straßen den Namen Kvadraturen. Im Nordosten des Stadtkernes Kvadraturen befinden sich die baulich ältesten Gebäude. Dieser Teil wird "Posebyen" genannt, was in etwa "Taschenstadt" bedeutet. Gemäß einer historisch nicht belegbaren Version gibt es für diese Bezeichnung folgende Erklärung: Zur Zeit der französichen Besatzung sollen die Zollinspektoren so rigorose Kontrollen in der Stadt durchgeführt haben, daß man auf offener Straße den Matrosen den Inhalt ihrer Hosentaschen kontrolliert habe - daher "Taschenstadt".
Bereits wenige Jahre nach der Gründung der Stadt wurde die erste Kirche sowie die erste Lateinschule in der Nähe des Marktplatzes errichtet. Im Jahr 1650 wurde das erste Postamt eröffnet. Um 1780 wurde die erste Zeitung, die Christianssandske Ugeblade gegründet, im gleichen Zeitraum begann der kulturelle Aufschwung der Stadt. Im Jahr 1896 wurde mit der Setesdalsbahn ein Bahnanschluss geschaffen.
Die Festungsbauwerke, welche an den den Hafen beschützenden Inseln angelegt worden sind, haben bereits im 19. Jahrhundert ihre Bedeutung verloren, ebenso die etwa 7 km entfernt liegende Festung Flekkerö.
 Wirtschaft Bereits im 19. Jahrhundert war die Ausbesserung vorbeisegelnder, vom Sturm beschädigter Segelschiffe ein bedeutender Wirtschaftszweig in Kristiansand. Es bestand eine "mechnische Werkstatt". Da die Stadt über einen vortrefflichen, leicht zugänglichen Hafen verfügt, wurde dieser von den vorbeisegelnden Schiffen bei Stürmen aufgesucht. Außerdem legten in diesem die von Christiania (Oslo) nach Bergen, Hull, London, Hamburg, Rotterdam und die von Trondheim nach Hamburg, Kopenhagen und Stettin gehenden Dampfschiffe an.
Hier liegen die Wurzeln für einige der bedeutenden Unternehmen Kristiansands in der heutigen Zeit. Die bedeutenden maritimen Traditionen haben die Ingenieure und Arbeiter wie z.B. von Hydralift und Maritime Hydraulics zu Marktführern auf dem Weltmarkt im Bereich der "Offshore" Öl- und Gastförderung gemacht. Sie spielen eine bedeutende Rolle im heutigen Wirtschaftsleben von Kristiansand. Desweiteren befindet sich im südlichen Stadtteil Vågsbygd ein bedeutendes Werk des Elkem-Konzernes, in welchem Anodenmasse für Elektrohochöfen produziert wird. Falconbridge, ein kanadischer Zweig des gleichnahmigen Konzerns, ist ein weiteres für Kristiansand wirtschaftlich bedeutendes Unternehmen, welches kupferbasierte Chemikalien herstellt.
Weitere bedeutender Wirtschaftszweig ist die Fischereiindustrie.
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