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Ägypten - Assuan



Die Stadt

Assuan ist eine Stadt am rechten Nilufer unterhalb des ersten Kataraktes in Ägypten, 106 m ü. NN., mit etwa 220.000 Einwohnern (2002) die südlichste Stadt des eigentlichen Ägypten.

Da man im Altertum bemerkte, dass die Sonne am längsten Tag in Syene keinen Schatten warf, zog man hier den Wendekreis des Krebses, der aber in Wirklichkeit etwas weiter südlich liegt.


Sehenswürdigkeiten

Nicht nur touristische Bedeutung hat der Assuan-Staudamm (2 km lang, seit 1902 in Betrieb) sowie der neue Assuanhochdamm (3,6 km lang, 111 m hoch, am 15. Januar 1971 eingeweiht, staut den 400 km langen Nasser-See). Im Jahre 1964 startete die UNESCO die größte Rettungskampagne in der Geschichte der Archäologie. Nicht nur Tempel wie Abu Simbel sondern auch rund 35 Dörfer wurden versetzt. Fast 150.000 Menschen wurden zwangsumgesiedelt, die meisten nach Kom Ombo, etwa 60 Kilometer nördlich von Assuan.

Altertümer umgeben ringsum die Stadt: hier von den Pharaonen und Ptolemäern erbaute, jetzt halb unter Flugsand begrabene Tempel und Paläste, dort von den Römern und Arabern aufgeführte Festungswerke und Gemäuer.

Assuan, Grabmal des Aga Khan und der NilBemerkenswert sind auch die über 6 km langen Steinbrüche roten Granits (hier als Syenit bezeichnet, doch von dem in Europa so genannten Gestein verschieden), aus welchem die Obelisken und kolossalen Statuen der ägyptischen und äthiopischen Tempel gebildet wurden.

Auf der linken Seite des Stroms auf dem Qubbet el-Hawa liegen die antiken Gräber von Syene, gegenüber nach Süden hin eine Menge reizender und fruchtbarer Inseln, darunter das Elephantine der Alten und Philae mit berühmten Tempelruinen.

Das im Jahre 1998 eröffnete Nubische Museum enthält neben der Statue des ägyptischen Pharaos Ramses III. 1200 Exponate aus den verschiedenen Etappen der nubischen Geschichte, ein Dokumentationszentrum für nubische Kultur und ein kleines Modelldorf in der ethnografischen Abteilung.


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