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Äthiopien - Shashamane



Die Stadt

Shashemene (auch Shashamane) ist eine Kleinstadt im südlichen Teil der äthiopischen Provinz Shoa mit etwa 85.200 Einwohnern (2005). Sie liegt etwa 250 Kilometer südlich der Hauptstadt Addis Abeba. Viele Einwohner Shashemenes sind Angehörige der Rastafari-Kultur, welche ursprünglich aus Jamaika, der Wiege der Rastafari-Kultur, stammen und nach Äthiopien, das in der Heilslehre der Rastafaris als "gelobtes Land" gilt, ausgewandert waren.


Geschichte

Der Name geht auf eine Frau namens Shashe zurück, die eine Art Pension betrieb. Diese nennt man in der Landessprache mene.

Shashemene wurde im 19. Jahrhundert als Garnisonsstadt gegründet, erhielt aber erst internationale Beachtung, als 1948 der damalige äthiopische Kaiser Haile Selassie I.. westlichen Afrikanern 500 Hektar Land schenkte. Zwischen 1952 und 1974 übersiedelten etwa 22 Familien aus Jamaika nach Shashemene. Überwiegend waren sie Anhänger des Rastafarianismus.

Im Zuge einer 1975 in ganz Äthiopien durch geführten Bodenreform wurde die Schenkung rückgangig gemacht. Nach heftigen Protesten der Siedler wurden rund 50 Hektar wieder zurück gegeben.

Heute sollen dort etwa 80 Familien aus den USA, Jamaika und Europa leben, die Anhänger des Rastafarianismus sind.

2005 stand Shashemene im Mittelpunkt des weltweiten Medieninteresses, als Rita Marley, die Witwe des weltbekanntesten Reggaemusikers und Rastafaris Bob Marley, zitiert wurde, sie wolle ihren Mann exhumieren und in Shashemene neu begraben. Ihre Aussagen stellten sich schließlich als Fehlinterpretationen der Medien heraus.


Der Text auf dieser Seite basiert, soweit nicht anders angegeben, auf dem Artikel Shashamane aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. Eine Liste der Autoren ist dort abrufbar.





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