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Die Stadt Aksum ist die frühere Hauptstadt des Königreichs von Aksum. Heute liegt sie im Norden Äthiopiens, circa 50 Kilometer von der Grenze zu Eritrea entfernt mit einer Einwohnerzahl von 41.256 (Stand 1. Januar 2005) in der Provinz Tigray. Aksum gilt in der koptischen christlichen Kirche als heilige Stadt.
Die Gründung der Stadt Aksum wird für 300 v. Chr. angenommen. Gegründet wurde sie von semitischen Stämmen, die um 1500 v. Chr. in Ostafrika eingewandert waren. In der ersten Hälfte des vierten Jahrhunderts wurde sie, nach dem Übertritt König Ezanas von Aksum zum Christentum, eine der ersten christlichen Hauptstädte.
Aus vorchristlicher Zeit stammen die imposanten, monolithischen Stelen, die an Hochhäuser erinnernd, als Grabmäler aufgebaut wurden. Eine circa 30 Meter hohe Stele (517 Tonnen schwer) zerbrach vermutlich schon bei ihrer Errichtung. Eine weitere Stele wurde während der italienischen Besatzung 1937 entwendet, in Rom aufgebaut und trotz äthiopischer Proteste erst im April 2005 wieder zurückgegeben. Kleinere Exemplare haben bis heute aufrecht der Zeit getrotzt.
Die Stadt litt ab circa 600 unter dem Zusammenbruch des Reiches und war zwischenzeitlich verlassen, erhielt später jedoch wieder Bedeutung unter anderem als religiöses Zentrum. Aksum blieb Ort der Krönungen äthiopischer Könige bis zur Zeit des letzten Kaisers Haile Sellasie im 20. Jahrhundert.
Axum ist heute die wichtigste Pilgerstätte der äthiopisch-orthodoxen Christen. Im Glauben der äthiopisch-orthodoxen Kirche befindet sich die israelitische Bundeslade in Aksum. Diese soll, einer äthiopischen Schrift aus dem 13. Jahrhundert nach, von Menelik, dem Sohn König Salomons und der Königin von Saba ins Land geholt worden sein. Ein Mönch ist noch heute mit der Bewachung der Reliquie als lebenslangem Amt beauftragt.
Politisch ist Aksum heute eine kleine Distrikthauptstadt, die 1980 aufgrund ihrer historischen Ruinen und der herausragenden Geschichte in die Liste des Weltkulturerbes der UNESCO aufgenommen wurde.
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