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Allgemeines Posadas ist eine Stadt im nordöstlichen Argentinien. Sie ist die Hauptstadt der Provinz Misiones und mit 252.981 Einwohnern (279.961 in der Agglomeration) die zweitgrößte Stadt des argentinischen Mesopotamiens.
Posadas liegt am Südufer des Paraná, gegenüber befindet sich die paraguayische Stadt Encarnación, mit der Posadas über eine Brücke verbunden ist. Die Stadt liegt im Übergangsgebiet der Vegetationszone des Gran Chaco zum Regenwald von Misiones. Das Klima ist relativ feucht und subtropisch, es gibt Niederschläge das ganze Jahr über.
Wirtschaft Posadas ist hauptsächlich von der Industrie und vom Handel mit dem nahen Paraguay geprägt. Die Verarbeitung der Yerba Mate, einem Teegetränk, hat hier sein Zentrum.
Das Wasserkraftwerk Yacyretá, das den Paraná etwa 35 km westlich der Stadt staut, ist das viertgrößte und zugleich eines der umstrittensten Stauwerke der Welt. Es beliefert einen Großteil des nordöstlichen Argentiniens mit Strom.
Geschichte Die Stadt geht auf die Jesuitenreduktion Nuestra Señora de Itapuá zurück, die 1615 gegründet wurde. Sie wurde 1625 ans Nordufer des Paraná verlegt und war damit auch der Grundstein für Encarnación. 1628 wurde eine neue Reduktion auf dem Gebiet des heutigen Posadas angelegt, die San José genannt wurde und bis ins 19. Jahrhundert bestehen blieb. Während des Kriegs der Triple Alianza gegen Paraguay wurde 1867 ein brasilianischer Militärstützpunkt aufgebaut, der Trinchera de San José genannt wurde. 1879 wurde der Ort in Posadas umbenannt. Als 1881 die Provinz Misiones von der Provinz Corrientes abgetrennt wurde, wurde die Hauptstadt zunächst ins abgelegene San Martín verlegt. Nach Protesten der neuen Provinzregierung wurde Posadas 1884 Hauptstadt der Provinz.
Sehenswürdigkeiten Sehenswerte Bauwerke sind die im romantischen Stil gebaute Kathedrale und der Regierungspalast aus dem Ende des 19. Jahrhunderts.
Das Naturwissenschaftliche und Historische Museum widmet sich der Flora und Fauna der Provinz Misiones und seiner Urwälder, aber auch der Kultur der Ureinwohner, der Guaraní. Das Archäologische und Historische Museum Andrés Guacurarí hat ebenfalls Exponate aus der Guaraní-Kultur ausgestellt und widmet sich auch den Jesuiten-Reduktionen sowie der Zeit der argentinischen Befreiungskriege. Die beiden bekanntesten Kunstmuseen sind das Museo Municipal de Bellas Artes Lucas Braulio Areco, das auch Mate-Palast genannt wird, da es von einer Yerba-Mate-Anbaufirma spendiert wurde, und das Museo de Arte Juan Yaparí.
Der bedeutendste Park ist der Parque República del Paraguay im Norden der Stadt. Auf seinem Gelände befinden sich ein Kunsthandwerkermarkt, ein Amphitheater und ein Regionalmuseum mit historischem und naturwissenschaftlichem Teil. Weitere Parks sind der Parque de la Ciudad im Südwesten und der Parque Adam mit botanischem Garten im Südosten.
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