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Argentinien - Catamarca



Geografie

San Fernando del Valle de Catamarca (oft abgekürzt als Catamarca) ist eine Stadt im nordwestlichen Argentinien. Sie ist die Hauptstadt der gleichnamigen Provinz Catamarca und hat 140.741 Einwohner (2001). Im Ballungsraum der Stadt leben etwa 200.000 Menschen, fast 70 % der Provinzbevölkerung.

Catamarca liegt im Valle de Catamarca (oder Valle de las Chacras ?), einem Tal, das sich zwischen den Gebirgszügen der Sierra de Ancasti und der Sierra de Ambato erstreckt, am Río del Valle, am Fuß des 3320 m hohen Ambato, 533 m ü. M. Die Region gehört zu den Sierras Pampeanas und ist insgesamt steppenhaft und trocken, hat aber eine gute Bodenqualität, was die Landwirtschaft im Umland der Stadt begünstigt.


Wirtschaft

San Fernando del Valle de Catamarca ist vor allem als Zentrum der Agroindustrie und hier vor allem in der Herstellung von Lebensmitteln bedeutend. Seit den 1970er Jahren siedelten sich auch einige andere Industriezweige an, wobei die Stadt jedoch nie die Dynamik der benachbarten Städte La Rioja und San Juan erreichte. Weiterhin bedeutend ist der Tourismus, wegen der idyllischen Lage der Stadt und der kolonialen Bauwerke in Stadt und Umgebung.

Ein Gewerbe, für das die Stadt weltberühmt ist, ist die handwerkliche Herstellung von Teppichen, dieses Gewerbe verliert jedoch immer mehr an Bedeutung.


Geschichte

Bevor die eigentliche Stadt Catamarca gegründet wurde, war das Tal in der Umgebung des heutigen Vororts San Isidro del Valle Viejo seit Ende des 16. Jahrhunderts bereits dicht besiedelt.

1683 gründete Fernando de Mate de Luna die Stadt und spaltete gleichzeitig die Provinz Catamarca von der Provinz Tucumán ab.

Im Jahr 1882 hatte die Stadt 8000 Einwohner.

Die Stadt entwickelte sich zunächst langsam, wurde aber dann vor allem wegen ihrer Bedeutung als Pilgerort (Marienstatue Virgen del Valle) zu einem überregional bedeutenden Zentrum. Dennoch blieb die Region lange Zeit rückständig und arm, was auch an der weit verbreiteten Vetternwirtschaft des über ein halbes Jahrhundert herrschenden Saadi-Clans lag, dessen Machenschaften erst Mitte der 1990er Jahre ans Licht kamen. Trotzdem bleiben Stadt und Provinz nach wie vor politisch instabil. Anfang 2003 vor den Wahlen für das Amt des Gouverneurs kam es zum Skandal, nachdem der Kandidat des Partido Justicialista, Luis Barrionuevo, angesichts schlechter Umfragewerte öffentlich Wahlurnen verbrennen ließ, um eine Verschiebung zu erzwingen.


Der Text auf dieser Seite basiert, soweit nicht anders angegeben, auf dem Artikel Catamarca aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. Eine Liste der Autoren ist dort abrufbar.





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