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Afghanistan - Kundus



Die Stadt

Kundus liegt im Nordosten von Afghanistan und ist die Hauptstadt der Provinz Kundus. In der Stadt, die eine Fläche von 8039,67 km² hat, leben 96.700 Einwohner (2003). Sie befindet sich im sogenannten Kundustal nahe der tadschikischen Grenze, rund 250 km nördlich von Kabul.

Sie wird hauptsächlich von Tadschiken und Usbeken bewohnt und ist das Zentrum der vier nordöstlichen Provinzen Kundus, Badakhshan, Baghlan und Takhar.

Die Stadt hieß früher Drapsaka und war ein wichtiger Ort, der unter anderem um 330 v. Chr. von Alexander dem Großen bei seinem Feldzug gegen Bessos, dem selbst ernannten König der Baktrier, als Heerlager genutzt wurde. Unter dem Gouverneur Sher Khan Nasher (Nashir) wurde Kundus im 20. Jahrhundert zur reichsten Provinz Afghanistans. Hauptgrund war Nashers Gründung der Spinzar Cotton Company, die im Nachkriegs-Afghanistan noch immer exisitiert und ihre Produktion wieder aufgenommen hat.

Wirtschaft: In Kunduz werden u. a. Baumwolle, Reis, Weizen, Mais und Melonen angebaut.


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