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Die Stadt Würzburg ist eine kreisfreie Stadt in Bayern am Main. Sie ist Sitz der Regierung des Bezirks Unterfranken. Gegenwärtig hat die Stadt, die eines der 23 Oberzentren des Freistaates Bayern ist, knapp 130.000 Einwohner und steht damit nach München, Nürnberg, Augsburg und Regensburg an fünfter Stelle unter den bayerischen Großstädten.
Die Stadt ist Bischofssitz der katholischen Diözese Würzburg. Die nächstgelegenen größeren Städte sind Frankfurt am Main, rund 120 km nordwestlich, Nürnberg 115 km südöstlich und Stuttgart 140 km südwestlich.
Die Einwohnerzahl der Stadt Würzburg überschritt 1934 die Grenze von 100.000, wodurch sie nominell zur Großstadt wurde. Nach der Gemeindereform 1974-1978, bei der unter anderem die bis dahin selbstständigen Gemeinden Lengfeld, Ober- und Unterdürrbach, Versbach und Rottenbauer eingemeindet wurden, entwickelte sich Würzburg weiter zu einer dynamischen Stadt. Im Jahr 2004 konnte sie ihr 1300-jähriges Stadtjubiläum feiern.
Die weltberühmte Würzburger Residenz mit Hofgarten und Residenzplatz wurde 1981 in das UNESCO-Weltkulturerbe aufgenommen.
 Einwohnerentwicklung Im Jahre 1880 hatte Würzburg 50.000 Einwohner. 1933 überschritt die Einwohnerzahl der Stadt die Grenze von 100.000, wodurch sie zur Großstadt wurde. Durch die Auswirkungen des Zweiten Weltkrieges, verlor die Stadt zwischen 1939 (108.000 Einwohner) und 1945 (53.000 Einwohner) rund die Hälfte (55.000) seiner Bewohner. 1957 hatte die Bevölkerungszahl wieder den Vorkriegsstand erreicht. Ende Dezember 2004 lebten in Würzburg nach Fortschreibung des Bayerischen Landesamtes für Statistik und Datenverarbeitung 133.539 Menschen mit Hauptwohnsitz - historischer Höchststand.
Wappen Das Wappen der Stadt Würzburg zeigt in Schwarz eine schräg gestellte, eingekerbte, von Rot und Gold gevierte Fahne an silberner Lanzenstange. Die Stadtflagge ist Rot-Gelb mit aufgelegtem Wappen.
Die Fahne als Ortswappen taucht seit dem zweiten Drittel des 16. Jahrhunderts auf. Es handelt sich um die Fahne des alten Herzogtums Franken, jedoch in anderer Farbgebung. Ferner war die Fahne des Herzogtums nicht geviert. Seit 1570 wird die Fahne auch ausnahmslos in den Siegeln der Stadt verwendet.
Wirtschaft Die Stadt ist hauptsächlich durch ihre Hochschulen, die Julius-Maximilians-Universität, die Musikhochschule und die Fachhochschule geprägt. Sie beschäftigen über 5.500 wissenschaftliche und technische Angestellte und Beamte sowie Versorgungs- und Verwaltungspersonal (Stand: 2003). Nächstgrößter Arbeitgeber mit etwa 5.000 Angestellten und Beamten ist die Stadt Würzburg selbst. Größter industrieller Arbeitgeber ist die Koenig & Bauer AG (KBA), ein Hersteller von Druckmaschinen.
Industrie und Gewerbe sind zumeist kleine und mittelständische Betriebe in den Industriegebieten Hafen, Aumühle und Würzburg-Ost.
Anders als im benachbarten Bereich Schweinfurt, wo eher Großindustrie & Maschinenbau sesshaft wurden, ist Würzburg das Dienstleistungszentrum der Region.
Medien In Würzburg unterhält der Bayerische Rundfunk das Regionalstudio Mainfranken und auf der Frankenwarte bei den geographischen Koordinaten 9°54'24" östliche Länge und 49°46'50" nördliche Breite eine Sendeanlage für UKW, Mittelwelle und TV mit einem gegen Erde isolierten, abgespannten 111 Meter hohen Stahlfachwerkmast.
Bis 1999 wurde für den Mittelwellensender die Sendefrequenz 520 kHz genutzt. Diese Frequenz liegt nicht im offiziellen Mittelwellenband und somit konnte der nur 200 Watt starke Würzburger Sender, der zusammen mit dem gleich starken Sender in Hof im Gleichwellenbetrieb betrieben wurde, gut zum Test der Ausbreitungsbedingungen im Mittelwellenbereich genutzt werden. Da aber viele moderne Radios die Frequenz 520 kHz nicht mehr empfangen konnten, erfolgte 1999 eine Frequenzänderung auf 729 kHz.
Auf der Frankenwarte betreibt auch die Deutsche Telekom AG eine Rundfunkübertragungsstelle mit zwei abgespannten Stahlfachwerkmasten von 118 Metern und 85 Metern Höhe, die sich bei 9°54'13" östliche Länge und 49°46'48" nördliche Breite beziehungsweise bei 9°54'09" östliche Länge und 49°46'49" nördliche Breite befinden.
Außerdem existiert auf der Frankenwarte noch ein Mobilfunkturm in Fertigbetonbauweise bei 9°54'19" östliche Länge, 49°46'50" nördliche Breite.
Ferner besteht dort die private Funkhaus Würzburg Studiobetriebs GmbH, welche die beiden Hörfunkprogramme Radio Gong und Radio Charivari veranstaltet.
Des Weiteren gibt es seit 1987 noch einen lokalen Fernsehsender namens TV Touring. Ehemals waren es sogar zwei Sender, die Würzburg abwechselnd mit Lokalfernsehen versorgten. In den Anfangsjahren war auch noch die RTU (Radio Television Unterfranken) zu sehen, deren Gesellschafter die Zeitungsgruppe Main Post war.
Als Rundfunksender der amerikanischen Streitkräfte sendet der AFN (American Forces Network) ebenfalls in Würzburg von einem kleinen, gegen Erde isolierten, abgespannten Stahlfachwerkmast, auf dem Areal der US-Streitkräfte (Senderstandort: 9°58'53" östliche Länge, 49°47'32" nördliche Breite) auf der Mittelwellenfrequenz 1143 kHz und der UKW-Frequenz 104,9 MHz.
Bis 1992 gab es in Würzburg auch noch einen dritten Lokalsender mit dem Namen Radio W1, der auf UKW 95,8 MHz gesendet hat (heute ist dort Radio Melodie mit einem 24 Stunden Volksmusikprogramm zu hören). Dieser Sender wurde aber im Oktober 1992 unter anderem aus finanziellen Gründen eingestellt.
Als Tageszeitungen erscheinen die Mainpost und das katholische Volksblatt (welches aber nur eine Auflage von ca. 12.000 hat), vertrieben durch die Mainpost-Verlagsgruppe (gehört zur Verlagsgruppe Holtzbrinck) mit Sitz in Würzburg/Heuchelhof.
Die Universität Würzburg gibt für die Studierenden in Würzburg und Schweinfurt etwa zehn Mal im Jahr die Zeitung JULIUS heraus. Zwei Mal pro Jahr (Mai und November) erscheint die hochschuleigene Zeitschrift BLICK, die vor allem über Themen aus der Forschung informiert.
 U.S. Streitkräfte In Würzburg ist eine große Garnison der U.S. Streitkräfte beheimatet. Es existieren zwei Kasernen, die Faulenberg Kaserne und die Leighton Barracks, in denen derzeit circa 6.000 Soldaten mit 3.000 Familienangehörigen angesiedelt sind. Die Leighton Barracks sind der Sitz des Hauptquartiers der 1. US Infantry Division, der „Big Red One“, einem gepanzerten Großverband in Stärke von vier Brigaden, von denen drei in Franken und der Oberpfalz (u.a. Schweinfurt, Kitzingen, Vilseck) und die 4. Brigade in Fort Riley in Kansas stationiert ist.
Desweiteren gibt es noch ein Krankenhaus der U.S. Army, das Würzburg Hospital, das eines von den drei Hospitälern im Verantwortungsbereich des U.S. Army European Command ist. Das Würzburg Hospital befindet sich nur zehn Gehminuten von den Leighton Barracks entfernt und stellt mit seinen vielfältigen klinischen Einrichtungen die medizinische Grundversorgung der U.S. Soldaten und deren Angehörigen im kompletten fränkischen Raum sicher. Das Hospital beheimatet auch das 67th Combat Support Hospital, das mobil ist und für die Verlegung in Einsatzräume bereitsteht.
Im Rahmen der Reorganisierung der amerikanischen Landstreitkräfte kommt es auch zu tiefgreifenden Änderungen in Würzburg. Die Umstrukturierungen betreffen vor allem die 1. U.S. Infantry Division, die zu einem großen Teil in die Heimat zurückverlegt wird. Infolge dessen soll es zur Schließung der Faulenberg Kaserne (Nürnberger Straße) und einer Rückgabe der Liegenschaften an Deutschland kommen, vorerst weiter Verwendung findet die Leighton-Kaserne am Hubland in Nähe der UNI.
Da die Soldaten mit ihren Familien ein wichtiger Wirtschaftsfaktor sind und das Militär auch als ein nicht unbedeutender Arbeitgeber fungiert, wird die zukünftige Schließung von der Stadt mit großer Sorge vor allem im Hinblick auf die mittelständischen Betriebe betrachtet. Nicht zu vergessen sind jedoch auch die unzähligen persönlichen Kontakte zwischen U.S. Soldaten und der Würzburger Bevölkerung, wodurch bei den Betroffenen durch den Abzug eine große Lücke entstehen könnte.
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