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Die Stadt

Die Universitätsstadt Ulm, an der Donau gelegen, ist ein Stadtkreis (kreisfreie Stadt) in Baden-Württemberg, Sitz des Landratsamtes des Alb-Donau-Kreises und gehört zur Region Donau-Iller innerhalb des Regierungsbezirks Tübingen (zur grenzüberschreitenden Region Donau-Iller gehören auch Gebiete des bayerischen Regierungsbezirks Schwaben).

Nächste größere Städte sind Augsburg und München im Südosten, etwa 70 km beziehungsweise etwa 130 km und Stuttgart im Nordwesten, etwa 100 km entfernt. Ulm ist nach dem Landesentwicklungsplan Baden-Württemberg eines von insgesamt 14 Oberzentren des Landes und bildet mit Neu-Ulm (zusammen über 170.000 Einwohner) eines der länderübergreifenden Doppelzentren Deutschlands.

Ulm hat den höchsten Kirchturm der Welt (161,5 m), die älteste Verfassung einer deutschen Stadt sowie das älteste deutsche Stadttheater (seit 1641) und beherbergt im Museum mit dem Löwenmenschen die älteste Mensch-Tier-Plastik der Welt. Ab Ulm ist die Donau schiffbar. Von hier aus fuhren die Donauschwaben, mit sogenannten Ulmer Schachteln, in ihre neuen Heimatländer.

Ulm, erstmals urkundlich genannt am 22. Juli 854, im Jahre 2004 also 1150 Jahre alt geworden, war Königspfalz und freie Reichsstadt, ab 1802 bayerisch, ist seit 1810 württembergisch und seitdem getrennt von seinem Gebiet rechts der Donau, das bei Bayern blieb und auf dem sich die Stadt Neu-Ulm entwickelte.


Stadtgliederung

Das Stadtgebiet von Ulm ist in 18 Stadtteile eingeteilt. In den Stadtteilen, die im Zuge der jüngsten Gemeindereform der 1970er Jahre eingegliedert wurden (Eggingen, Einsingen, Ermingen, Gögglingen, Donaustetten, Jungingen, Lehr, Mähringen und Unterweiler), wurden Ortschaftsräte eingerichtet. Diese Gremien sind zu wichtigen, den Stadtteil betreffenden Angelegenheiten, zu hören. Endgültige Beschlüsse über eine Maßnahme fasst dann allerdings der Stadtrat der Gesamtstadt Ulm. Die 18 Stadtteile von Ulm sind Mitte, Böfingen, Donaustetten, Donautal, Eggingen, Einsingen, Ermingen, Eselsberg, Gögglingen, Grimmelfingen, Jungingen, Lehr, Mähringen, Oststadt, Söflingen (mit Harthausen), Unterweiler, Weststadt und Wiblingen.


Klima

Im Volksmund wird Ulm als „Hauptstadt des Nebelreiches“ bezeichnet. Diese Aussage ist gar nicht so falsch, denn in den Übergängen vom Herbst zum Winter bzw. vom Winter zum Frühling liegt die Stadt meistens in den Morgenstunden bis ca. 12 Uhr mittags im dichten Nebel.

Dagegen liegen die Werte des Mittels von Jahresdurchschnittstemperatur und Niederschlagsmenge im deutschen Durchschnitt. Mit 745 Millimeter (mm) Niederschlagsdurchschnitt und einer Durchschnittstemperatur von 8 Grad Celsius im Jahr (von 1971 bis 2000) fällt die Stadt nicht aus dem Rahmen der gemäßigten Klimazone.

Hochwasser werden in Ulm in der Regel erst dann zu einem ernsten Problem, wenn beide Flüsse, Donau und Iller, gleichzeitig viel Schmelz- oder Regenwasser mit sich führen. Gerade schlagartiges Schmelzwetter kann innerhalb von einem halben Tag zu starken Überschwemmungen führen.


Einwohnerentwicklung

Zwischen 1890 (36.000 Einwohner) und 1939 (75.000) Einwohner verdoppelte sich die Bevölkerung der Stadt. Durch die Auswirkungen des Zweiten Weltkrieges verlor Ulm bis 1945 rund 30 Prozent (20.000) seiner Bewohner. 1951 hatte die Bevölkerungszahl wieder den Vorkriegsstand erreicht. 1980 überschritt die Einwohnerzahl der Stadt die Grenze von 100.000, wodurch sie zur Großstadt wurde. Ende September 2005 lebten in Ulm nach Fortschreibung des Statistischen Landesamtes Baden-Württemberg 120.574 Menschen mit Hauptwohnsitz - historischer Höchststand. Mit Stand vom 31. Dezember 2004 haben 19.570 Einwohner (16,3 Prozent) einen ausländischen Pass (über 100 Nationen). 14,4 Prozent der Einwohner sind unter 15 Jahre alt, 17,5 Prozent sind 65 Jahre alt oder älter. Damit hat Ulm, ähnlich wie andere deutsche Städte, eine relativ niedrige Geburtenrate, die Einwohnerzahl steigt aber durch Zuwanderung noch um jährlich 0,5 Prozent.


Politik

An der Spitze der Stadt Ulm stand anfangs der „Ammann“ sowie der „Rat der Stadt“. Seit dem 13. Jahrhundert gab es neben dem Ammann einen Bürgermeister als Geschäftsführer des Rates, der ab 1345 den Vorsitz im Rat und die Leitung der Stadt übernahm. Die Bürgermeister wurden vom Rat gewählt und waren oft nur ein bis zwei Jahre im Amt. Im Laufe der Jahrhunderte wurden die Modalitäten im Rat und an der Spitze der Verwaltung mehrmals geändert. 1802 wurde die reichsstädtische Verfassung aufgehoben. Heute hat der Gemeinderat 40 Mitglieder. Der Oberbürgermeister wird direkt gewählt, jeweils für acht Jahre. Mit 68 scheidet er automatisch aus dem Amt.


Wappen

Das Wappen der Stadt Ulm zeigt einen von Schwarz und Silber (Weiß) geteilten Schild. Die Stadtflagge trägt die Stadtfarben Schwarz-Weiß.

Das Stadtwappen ist seit 1351 in den Stadtsiegeln belegt, und zwar in der Form, dass es entweder vom Reichsadler, dem Zeichen der freien Reichsstadt, in den Fängen gehalten wurde, oder später als dessen Brustschild abgebildet war. Nach 1803 fiel der Reichsadler weg. Seither zeigt das Stadtwappen nur noch die Farben Schwarz und Silber, die bereits seit dem 15. Jahrhundert nachweisbar sind. Die genaue Bedeutung dieses recht einfachen Wappens ist nicht bekannt.


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