|
|
Die Stadt Köln ist auf Einwohner und Fläche bezogen die viertgrößte Stadt Deutschlands und die größte Stadt Nordrhein-Westfalens. Die Stadt ist aufgrund ihrer 2000-jährigen Geschichte, ihres kulturellen und architektonischen Erbes und ihrer international bedeutenden Veranstaltungen bekannt. Die tatsächliche Landeshauptstadt ist jedoch Düsseldorf. 1850 überschritt die Einwohnerzahl erstmals die Grenze von 100.000, womit Köln zur Großstadt im heutigen Sinne wurde. Mitte 2005 waren 975.907 Personen mit Erstwohnsitz in Köln gemeldet - dies stellt die amtliche Einwohnerzahl dar. Inklusive der Zweitwohnsitze zählt die Stadtverwaltung jedoch 1.022.627 Einwohner, weshalb sich die Stadt selbst als Millionenstadt bezeichnet. Offiziell Millionenstadt war Köln nur in den Jahren 1975 und 1976, und zwar aufgrund von Eingemeindungen, die aber zwischenzeitlich wieder rückgängig gemacht wurden.
Köln wurde deswegen bedeutend, weil es seit seiner Gründung durch die Römer als Metropole weltlicher und dann kirchlicher Macht in seiner Geschichte stets eine herrausragende Rolle gespielt hat. Unterstützt wurde dies durch seine Lage am Schnittpunkt bedeutender West - Ost Handelsstraßen mit dem Umschlag von Gütern auf dem Rhein beim Übergang von der Niederländer- zur Oberländerschifffahrt. Köln wurde so zu einem bedeutenden Handelsstandort und ist heute Verkehrsknotenpunkt mit dem deutschlandweit höchsten Eisenbahnverkehrsaufkommen (unter anderem im Kölner Hauptbahnhof, dem Rangierbahnhof Gremberg und dem größten Container- und Umschlagbahnhof des Binnenlandes Köln-Eifeltor). Der Rheinhafen zählt zu den wichtigsten Binnenhäfen Europas. Die zuvor stark industriegeprägte Stadt hat im letzten Viertel des 20. Jahrhunderts einen Strukturwandel zum Dienstleistungssektor absolviert: Heute gilt Köln als Medien-, Technologie- und Wissenschaftsmetropole.
Köln zählt zu den großen Universitätsstädten, deren 85.183 eingeschriebene Studenten einen Bevölkerungsanteil von etwa 8,5 Prozent ausmachen. Mit einem Ausländeranteil von 17,2 Prozent (175.515 Menschen, Stand: Ende 2004) gilt Köln außerdem als multikulturelle Hochburg, die eine der größten türkischen Gemeinden Deutschlands beherbergt. Die Vielfalt an kulturellen, religiösen und ethnischen Gruppen wird von einem hohen Maß an Toleranz und Liberalität in der Bevölkerung begleitet. So gilt die Stadt auch als ein Zentrum schwul-lesbischer Kultur.
 Geografische Lage und Klima Das Stadtgebiet erstreckt sich über 405,15 km² (linksrheinisch 230,25 km², rechtsrheinisch 174,87 km²). Köln liegt 50° 56′33" nördlicher Breite und 6° 57′32" östlicher Länge. Der höchste Punkt liegt 118,04 Meter (im Königsforst), der niedrigste 37,5 Meter (im Worringer Bruch) über dem Meeresspiegel.
Köln liegt in der Kölner Bucht, wie die Tallandschaft zwischen den Stufen des Bergischen Landes und der Eifel unmittelbar nach Austritt des Rheins aus dem Rheinischen Schiefergebirge genannt wird. Diese günstige Lage verschafft Köln ein Klima, das sich durch mehrere Besonderheiten auszeichnet:
Durch die Eifelbarriere liegt die Stadt, insbesondere deren linksrheinischer Teil, im Schutz und Regenschatten von Westwinden, die außerdem einen Föhneffekt bewirken können.
Gleichzeitig wird eine Lufterwärmung durch geringen Luftaustausch mit dem Umland begünstigt. Die Innenstadt von Köln, in der zusätzlich innerstädtische Überwärmung auftritt, gilt als der wärmste Ort von NRW.
Damit verbunden ist aufgrund der Verdunstung des Rheinwassers bei geringem Luftaustausch regelmäßig eine hohe Luftfeuchtigkeit, die insbesondere im Sommer für belastendes, schwüles Wetter sorgt und für zahlreiche Gewitter verantwortlich ist.
Großräumig liegt Köln in der Übergangszone vom gemäßigten Seeklima zum Kontinentalklima mit milden Wintern (Januarmittel: 2 °C) und mäßig warmen Sommern (Julimittel: 18 °C). Die mittleren Jahresniederschläge betragen 676 mm und liegen damit relativ niedrig. Im Jahre 2005 war Köln mit einer Durchschnittstemperatur von 11,9 °C die wärmste Stadt Deutschlands, noch vor dem badischen Freiburg mit 11,7 °C. Auch aus diesem Grunde bezeichnet der Kölner seine Stadt gerne als "nördlichste Stadt Italiens".
 Geologie Köln liegt zum größten Teil im Bereich der Niederterrassen, die vom Rhein aus wie breite Treppen leicht ansteigen. Der Untergrund ist größtenteils im Tertiär, teilweise erst im Quartär entstanden und besteht aus verschieden geschichteten Flusssedimenten. Eine Ausnahme bildet der äußerste Osten des Stadtgebietes, der bereits zum Sockel des rheinischen Schiefergebirges zählt.
Die Bodenbeschaffenheit ist geprägt durch die fruchtbaren Böden der Schwemmlandebene am Rhein und der Lößgebiete im Westen sowie der eher minderwertigen Böden (Heide, Wald) im Osten des Stadtgebietes, das bereits in das Bergische Land übergeht. Die Verschiedenheiten in Mikroklima und Bodenbeschaffenheit sind dadurch erklärbar, dass Köln zu den flächengrößten Städten Deutschlands zählt.
Der Rhein Der Rhein, nach dem Austritt aus dem Schiefergebirge südlich von Köln als Niederrhein bezeichnet, tritt bei Godorf in die Stadt ein und verlässt sie bei Worringen. Das Gefälle des Rheins beträgt etwa 0,2 Promille. Somit liegt der Rheinspiegel in Godorf 8 Meter höher als in Worringen.
So sehr der Rhein der Stadt Wohlstand und Lebensqualität gebracht hat, so gefürchtet ist sein Hochwasser. Der aktuelle Wasserstand lässt sich an der „Uhr“ des Kölner Pegels ablesen.
Das schlimmste jemals verzeichnete Hochwasser ereignete sich im Februar 1784, als nach einem extrem langen und kalten Winter ein Temperatursprung einsetzte. Der Rhein war zu diesem Zeitpunkt fest zugefroren und die Schneeschmelze sowie das aufbrechende Eis sorgten für einen Rekordpegel von 13,55 Meter (zum Vergleich: der Normalpegel beträgt 3,48 Meter). Die Fluten, auf denen schwere Eisschollen trieben, verwüsteten weite Teile der Uferbebauung und alle Schiffe. Einzelne Gebäude, darunter auch Befestigungsbauten, stürzten aufgrund des Schollengangs ein. 65 Tote waren zu beklagen. Das rechtsrheinische Mülheim wurde vollständig zerstört.
Im 20. Jahrhundert erreichten die drei Jahrhunderthochwasser 1926, 1993 und 1995 Pegelstände bis 10,69 Meter. Weite Teile der Altstadt wurden überflutet. In neuerer Zeit sieht ein Hochwasserschutzkonzept die Errichtung von Spundwänden vor, die die Altstadt bis zu einem Pegelstand von 11,30 Metern vor Überschwemmungen schützen. Die Arbeiten sollen im 2.Quartal 2006 abgeschlossen sein. Bei einem Wasserstand von 6,20 Meter wird die Hochwassermarke I erreicht. Schiffe dürfen nur noch mit verminderter Geschwindigkeit und nur auf dem mittleren Stromdrittel fahren. Beim Erreichen der Hochwassermarke II (8,30 Meter) wird der Schiffverkehr komplett eingestellt. Erreicht der Pegel die Marke von 10,70 Meter sieht der Hochwasserplan der Stadt Köln vor, Katastrophenalarm auszulösen. Bei einem Rheinpegel von 11 Metern werden mehr als die Hälfte der Stadtfläche überflutet.
Jedoch zeigte der Rhein bereits mehrfach auch das genaue Gegenteil: das Niedrigwasser. Am 20. September 2003 um 8:00 Uhr erreichte der Rheinpegel die Rekordmarke von 0,80 Meter. Damit wurde der Niedrigwert aus dem Jahr 1947 unterschritten. Jedoch bedeutet der Pegel 0,00 Meter, dass die 150 Meter breite Fahrrinne in der Mitte des Flusses noch 1 Meter Wassertiefe hat. Die Binnenschifffahrt musste starke Einschränkungen hinnehmen, wurde aber nicht wie auf der Elbe ganz eingestellt.
Welche Wassermengen sich je nach Pegelstand durch die Stadt bewegen, macht folgende Aufstellung deutlich: 0,80 m (niedrigster Wasserstand): 630 m³/s; 3,48 m (Normalwasserstand): 2.000 m³/s; 6,20 m (Hochwassermarke I): 4.700 m³/s; 8,30 m (Hochwassermarke II): 7.200 m³/s; 10,0 m (Hochwasserschutz in Altstadt, Rodenkirchen und Zündorf): 9,700 m³/s; 10,69 m (Hochwasser im Januar 1995): 11.500 m³/s.
 Flora und Fauna Köln verfügt über ausgedehnte Grünflächen, die im städtischen Verdichtungsbereich als Parks gestaltet, in den Außenbezirken zumeist bewirtschaftete Forste sind. Daneben existieren auch mehrere Naturschutzgebiete, etwa der Worringer Bruch im äußersten linksrheinischen Norden Kölns, ein ehemaliger, heute verlandeter Rheinarm. Es bietet eine Heimat für seltene Tier- und Pflanzenarten und eine charakteristische Auen- und Waldlandschaft. Rechtsrheinisch finden sich hauptsächlich offene Wald- und Heidelandschaften.
Die Fauna weist eine sehr hohe Zahl an Kulturfolgern auf. Neben Tauben, Mäusen und Ratten, die allgegenwärtig sind und lokal bereits als Plage wahrgenommen werden, sind auch Rotfüchse in bedeutender Zahl in das Stadtgebiet eingewandert. Sie sind mittlerweile selbst in der Innenstadt zu finden, wo sie Kleingärten und Parks als Revier nutzen.
Ursprünglich für die Käfighaltung nach Deutschland gebracht und dann entflohen, wurden in Kölns Grünanlagen grüne Papageien (Halsbandsittiche) heimisch, die sich offenbar in der Stadt recht wohl fühlen und mehrere Kolonien gebildet haben. Auf dem Melaten-Friedhof leben zum Beispiel zahlreiche dieser Neozoen. Die Volkshochschule bietet gelegentlich Führungen zu Bäumen mit Papageienkolonien an.
 Geschichte Köln ist die älteste der deutschen Großstädte: Der Name Köln, zur Römerzeit Colonia Claudia Ara Agrippinensium (CCAA), geht auf die römische Kaiserin Agrippina zurück. Die Gattin von Claudius war am Rhein geboren und ließ das "Oppidum Ubiorum" (Ubiersiedlung) im Jahre 50 n. Chr. zur Stadt erheben. In der Römerzeit war es Statthaltersitz der Provinz Germania Inferior. Um 80 n: Chr. erhielt Köln mit der Eifelwasserleitung einen der längsten römischen Aquädukte überhaupt.
Auch im Frühmittelalter war Köln eine bedeutende Stadt. Um das Jahr 455 eroberten die Franken die zuvor römische Stadt. Bis Anfang des 6. Jahrhunderts Hauptort eines selbständigen fränkischen Teilkönigreiches, ging es anschließend im Reich Chlodwigs auf, bewahrte aber starke Eigenständigkeit im Gebiet der Ripuarier. Die romanische Bevölkerung lebte lange Zeit parallel zu den fränkischen Eroberern in der Stadt. Im Lauf des 6. bis 8. Jahrhunderts kam es zu einer vollständigen Akkulturation zwischen den beiden Bevölkerungsteilen. Die Franken übernahmen rasch kulturelle Errungenschaften der römischen Stadtbevölkerung, zum Beispiel im Bereich der Bautechnik oder der Glasherstellung. Gegen Ende der Merowingerzeit war Köln Residenzstadt. Spätestens ab karolingischer Zeit war der Bischof bzw. Erzbischof von Köln eine der bedeutendsten Personen im Reich. Unter den Ottonen spielte Köln eine wichtige Rolle bei der Annäherung des Heiligen Römischen Reiches deutscher Nation und dem Byzantinischen Reich, seit die Kaiserin Theophanu, gebürtige Griechin und Gattin Ottos II., dort als Reichsverweserin residierte. Ab dem 10. Jahrhundert setzte eine Serie von Stiftsgründungen ein, die den romanischen Kirchenbau einläuteten. In der Folge errang Köln unter der Führung bedeutender, auch politisch versierter Erzbischöfe einen unangefochtenen Rang als geistliches Zentrum. Die Überführung der Gebeine der heiligen drei Könige durch den Erzbischof Rainald von Dassel im Jahr 1164 machten die Stadt zu einem Pilgerziel ersten Ranges. Köln wurde im Hochmittelalter größte Stadt Deutschlands, so dass auch die Stadtbefestigungen mehrfach erweitert werden mussten: Ab dem Jahre 1180 (Urkunden vom 27. 7. und 18. 8. 1180) wurde die damals weiträumigste Stadtmauer Deutschlands gebaut und etwa 1225 fertig gestellt. Die 12 Tore (7 gewaltige Doppelturmtorburgen, 3 riesige Turmtorburgen und zwei kleinere Doppelturmpforten (siehe Ulrepforte)) – in die halbkreisförmige Stadtmauer integriert – sollten an das „himmlische Jerusalem“ erinnern. Seit dem 12. Jahrhundert führte Köln neben Jerusalem, Konstantinopel und Rom die Bezeichnung „Sancta“ im Stadtnamen: „Sancta Colonia Dei Gratia Romanae Ecclesiae Fidelis Filia“ — Heiliges Köln von Gottes Gnaden, der römischen Kirche getreue Tochter. Es wurde beschlossen, ein unerreicht großes und beeindruckendes Gotteshaus zu errichten, um den Reliquien einen angemessenen Rahmen zu geben. Die Grundsteinlegung des Kölner Domes erfolgte 1248.
Im Jahre 1259 erhielt Köln das Stapelrecht, das den Kölner Bürgern ein Vorkaufsrecht aller auf dem Rhein transportierten Waren sicherte und so zu dem Wohlstand der Kölner Bürgerschaft beitrug. Die jahrelangen Kämpfe der Kölner Erzbischöfe mit den Patriziern endeten 1288 vorläufig durch die Schlacht bei Worringen, bei der das Heer des Erzbischofs gegen das des Grafen von Berg und der Kölner Bürger unterlag. Fortan gehörte die Stadt nicht mehr zum Erzstift und der Erzbischof durfte sie nur noch zu religiösen Handlungen betreten. Die offizielle Erhebung zur freien Reichsstadt dauerte allerdings noch bis 1475. Ab 1500 gehörte Köln zum Niederrheinisch-Westfälischen Reichskreis.
Der Dreißigjährige Krieg ließ die Stadt unversehrt. Dies lag zum Teil daran, dass sich die Stadt durch Geldzahlungen an heranziehende Truppen von Belagerungen und Eroberungen freikaufte. Köln verdiente an dem Krieg durch Waffenproduktion und -handel prächtig.
Mit der Besetzung durch die französischen Truppen 1794 während der Französischen Revolution endete die Geschichte des „Heiligen Köln“. Wie das ganze linksrheinische Gebiet wurde die Stadt von Frankreich annektiert und 1798 in das Roerdepartement eingegliedert, dessen Hauptstadt Aachen war. Im Jahre 1815 wurde die Stadt Köln und das Rheinland dem Königreich Preußen einverleibt. Köln wurde im Laufe der folgenden Jahrzehnte nach Berlin zur größten und wichtigsten Stadt in Preußen. Im Jahre 1880 wurde nach 632 Jahren der Bau des Kölner Doms abgeschlossen - zumindest vorübergehend, denn auch heute noch sind Reparaturarbeiten nach dem Zweiten Weltkrieg und wegen Umweltschäden am Gestein erforderlich. Weil diese Arbeiten wohl nie abgeschlossen werden, wird der Dom auch als "Die ewige Baustelle" bezeichnet.
Ende des 19. Jahrhunderts konnte sich die übervolle Stadt nach dem Bau des äußeren Festungsringes durch Kauf und Schleifen der Stadtmauer, Wälle und Bastionen in den Rayon erweitern. Die Besiedlung der „Neustadt“ (Köln-Neustadt Nord, Köln-Neustadt Süd) stellte den Kontakt zu den schnell wachsenden Umlandgemeinden her und schuf die Voraussetzung für die Eingemeindungen. Vom Abriss der alten Stadtmauer blieben nur wenige exemplarische Bauwerke aufgrund einer Intervention des preußischen Kulturministeriums verschont.
Im Zweiten Weltkrieg wurde die Stadt durch britische (nachts) und amerikanische (tagsüber) Flächenbombardements zu über 90 Prozent zerstört; die Einwohnerzahl sank von ehemals 800.000 auf 40.000. Von Januar bis März 1945 wurden in Köln 1800 in- und ausländische Widerstandskämpfer in Kriegsendphasenverbrechen von den Nationalsozialisten ermordet.
Erst 1959 erlangte Köln wieder die Einwohnerzahl der Vorkriegszeit.
Im Jahr 1975 erreichte Köln durch die Gebietsreform eine Einwohnerzahl von mehr als einer Million und war für einige Zeit neben Berlin, Hamburg und München die vierte Millionenstadt Deutschlands. Mit der Ausgliederung Wesselings 1976 sank die Einwohnerzahl jedoch wieder unter die Millionengrenze.
Bis auf Deutz gehörten die rechtsrheinischen Stadtbezirke Kölns bis 1802 zum Herzogtum Berg; sie waren daher überwiegend reformierter Konfession. Die heutige Altstadt bildete die freie Reichsstadt Köln, die übrigen Stadtbezirke waren Teil des Kurfürstlichen Erzstifts Köln; beide blieben katholisch.
 Das Kölner Stadtwappen Das Wappen der Stadt Köln (siehe auch Kölner Wappen) zeigt den doppelköpfigen Reichsadler, der Schwert und Zepter hält. Er erinnert daran, dass die Stadt im Mittelalter seit 1475 offiziell als Freie Reichsstadt zum Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation gehörte. Der Adler hat zwei Köpfe, weil der römische Kaiser zugleich der deutsche König war.
Der Schild hat die Farben rot und weiß, die Farben der Hanse. Köln gehörte als bedeutende Handelsmetropole nicht nur diesem Bund der Kaufleute und Städte an, sondern war - zusammen mit Lübeck - Mitbegründerin der deutschen Hanse und damit eine der ältesten Hansestädte in Deutschland.
Die drei Kronen sind seit dem 12. Jahrhundert das Hoheitszeichen der Stadt; sie erinnern an die „Heiligen Drei Könige“, deren Reliquien 1164 der Kölner Erzbischof Reinald von Dassel aus Mailand mitbrachte und die in einem goldenen Schrein hinter dem Hochaltar des Doms aufbewahrt werden.
An den sehr populären Kult der heiligen Ursula erinnern die elf schwarzen Flammen, die seit dem 16. Jahrhundert im Kölner Stadtwappen auftauchen. Ursula war der Legende nach eine bretonische Prinzessin, die auf der Rückfahrt von einer Pilgerreise nach Rom mitsamt ihren Gefährtinnen von den Hunnen ermordet wurde, die damals gerade Köln belagerten. Die elf oder 11.000 legendären Jungfrauen werden im Stadtwappen durch die elf tropfenförmigen Hermelinschwänze symbolisiert, die wiederum an das Wappen der Bretagne — der Heimat Ursulas — erinnern könnten, das aus Hermelinfell besteht.
 Karneval Der Kölner Karneval - die „fünfte Jahreszeit“ - beginnt am 11.11. um 11.11 Uhr auf dem Alter Markt. Nach einem kurzen, aber heftigen Auftakt legt der Karneval bis Neujahr eine Pause ein. Dann beginnt die eigentliche "Session", die bis zum Aschermittwoch mit dem traditionellen Fischessen dauert. Dieser Abschied vom bunten Karnevalstreiben wird durch die sog. Nubbelverbrennung um Mitternacht von Karnevalsdienstag auf Aschermittwoch eingeläutet.
Während der Karnevalssession, deren Länge durch den Ostertermin bestimmt wird (40 Tage nach dem Aschermittwoch - ohne Sonntage mitzuzählen - ist Ostern und Ostern ist am ersten Sonntag nach Vollmond im Frühling - also variabel), finden Sitzungen und Bälle mit ausgelassenem Karnevalsprogramm und -treiben statt. Der „offizielle“ Sitzungskarneval findet seine Anhängerschaft überwiegend im älteren und konservativerem Publikum. Vor allem zu den "Prunk"-Sitzungen findet sich die lokale Polit- und Geldprominenz ein.
In den letzten Jahrzehnten etablierte sich eine Gegenbewegung zum traditionellen Sitzungskarneval, der überwiegend vom "Festkomitee Kölner Karneval" kontrolliert wird. Ihr Aushängeschild ist die Stunksitzung, mittlerweile die umsatzstärkste Veranstaltung des Kölner Karnevals mit über 40 Veranstaltungstagen im Kölner "E-Werk". Dazu kommt noch die schwul-lesbische Rosa Sitzung,ihre verschiedenen Sprösslinge und die Kneipen-Bewegung "Loss mer singe", die jedes Jahr schon vor Karneval tausende von Menschen beim "Einsingen" auf die neuen Lieder der Session einstimmt.
Die Session gipfelt im Straßen- und Kneipenkarneval, bei dem auch die jüngeren Karnevalsbegeisterten gerne die Nächte durchfeiern. Dieser beginnt an Weiberfastnacht, also dem Donnerstag vor Rosenmontag, und versetzt die Stadt am Rhein für die nächsten 6 Tage in eine Art Ausnahmezustand, in dem das öffentliche Leben (Behörden, Schulen, Geschäfte) zu einem großen Teil zum Erliegen kommt. In dieser Zeit finden auch die zahlreichen Karnevalszüge in den einzelnen Stadtvierteln statt, deren größter der Rosenmontagszug in der Innenstadt ist.
Eine Besonderheit ist der Geisterzug: Im Jahr 1991, als wegen des 2. Golfkriegs der offizielle Straßenkarneval und mit ihm auch der Rosenmontagszug ausfiel, lebte die alte Tradition des Geisterzugs wieder auf. So folgen nichtorganisierte Gruppen dem Ääzebär, der die kalte Jahreszeit vertreiben soll. Seitdem fand jeden Karnevalssamstag der Kölner Geisterzug statt, der nachts durch verschiedene Viertel der Stadt zog. Der Geisterzug 2006 wurde zunächst wegen Geldmangels abgesagt, findet aber, nach diversen Aufrufen zu "wilden Umzügen" im Internet, doch statt. Das Motto für 2006 ist: "Us dr Lamäng. Jeister am Engk?"
 Medien Köln ist neben Berlin, Hamburg und München einer der größten und wichtigsten Medienstandorte in Deutschland, mit ca. 30.000-40.000 Beschäftigten in diesem Bereich. Allein der WDR beschäftigt in Köln 3.500 Mitarbeiter. Er hat in Köln auch seinen Hauptsitz, ebenso wie der Fernsehsender RTL und diverse Radiosender sowie verschiedene kleinere Plattenlabel. Wichtige Medien-Einrichtungen in Köln sind z. B. die Kunsthochschule für Medien Köln, die Internationale Filmschule Köln und die GAG Academy für Nachwuchs-Comedians. Das Land Nordrhein-Westfalen betreibt außerdem eine Filmförderung. Besonders im so genannten „belgischen Viertel“ sind viele kleine Filmproduktionsfirmen angesiedelt, die meist allerdings nicht selbst drehen, sondern größere Filmproduktionsfirmen mit einzelnen Dienstleistungen und technischer Ausstattung unterstützen. Größere Medien-Gelände in Köln sind z. B. der Media Park am Hansaring (20 ha, 174.000 m² Bürofläche), der 1999 auf dem Gelände eines ehemaligen Rangierbahnhofs errichtet wurde. In den modernen Gebäuden im Media Park, darunter der 148 Meter hohe KölnTurm, sind ca. 250 Firmen mit etwa 5.000 Beschäftigten angesiedelt, von denen gut 60% im Medien- und Kommunikationsbereich tätig sind. Ein weiteres wichtiges Medien-Gelände ist das Medienzentrum Mülheim. Auf Teilen eines ehemaligen Fabrikgeländes haben sich, rund um die große Veranstaltugnshalle E-Werk, viele Künstler und Agenturen angesiedelt. Auch einige TV-Studios sind dort zu finden, in denen u. a. für Sat.1 produziert wird. Außerdem findet sich im Nordwesten der Stadt (auf dem Gelände des ehemaligen Militärflughafens Butzweilerhof) das Coloneum, europas größter Studiokomplex mit einer Fläche von 35 ha und 20 Studios (25.000 m²) mit bis zu 30 Meter Deckenhöhe. Im Südwesten der Stadt, zwischen Köln und Hürth befindet sich außerdem ein großer Studiokomplex von endemol in dem viele Shows für RTL und Sat.1 aufgenommen werden.
Der Text auf dieser Seite basiert, soweit nicht anders angegeben, auf dem Artikel Köln aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. Eine Liste der Autoren ist dort abrufbar.
|
 |  |