|
|
Lage Zhangjiakou liegt im Nordwesten der Provinz Hebei, nordwestlich von Peking in einer Entfernung von 20 bis 100 Kilometer von der Hauptstadt. Die Stadt liegt am Sanggang Fluss an einer Stelle, an der die Gebirge Hengshan, Taihangshan und Yanshan auf einander stoßen. Zhangjiakou ist im Norden von Hochebenen umgeben und hat Sommertemperaturen, die um die 23 ° Celsius liegen, was die Gegend zu einer Sommerfrische für die Bewohner der heißen Stadt Peking macht.
Bei Zhangjiakou gibt es insgesamt sechs Korridore, durch die Sandstürme bis nach Peking wehen.
Geschichte Zhangjiakou war in seiner Geschichte schon immer ein militärischer Vorposten der Hauptstadt, „Pekings Nordtor“. Hier führte ein wichtiger Verkehrsweg über den Pass Juyongguan in die Stadt Datong und die mongolische Steppe. Dies war auch der einzige Weg, auf dem die mongolischen Horden nach Peking vordringen konnten. Aus diesem Grund wurde während der Ming-Dynastie die Große Mauer verdoppelt. Die so genannte „innere Mauer“ verlief vom Pass Juyongguan südlich von Zhangjiakou bis zum Gelben Fluss. Die nördliche, „äußere Mauer“ verlief von Juyongguan über Zhangjiakou und Datong. Am Gelben Fluss traf sie dann wieder mit der „inneren Mauer“ zusammen.
Die Kaiserwitwe Ci Xi machte auf ihrer Flucht während des Boxeraufstands in Zhangjiakou Station, denn hier endete damals die Eisenbahnlinie. Eine Erinnerung an diese Zeit ist der Jimingshan, der Berg des krähenden Hahns, der seinen Namen von der Kaiserwitwe hat, die sich durch die Form des Berges an einen krähenden Hahn erinnert sah.
Zhangjiakou war eine wichtige Station an der Karawanenstraße von Peking nach Ulaanbaatar. Es verlor aber an Bedeutung als im Jahr 1905 die Transsibirische Eisenbahn eröffnet wurde.
Im Jahr 1928 wurde Zhangjiakou die Hauptstadt der Provinz Chahar, welche aber bereits im Jahr 1952 wieder aufgelöst wurde.
Gleich zu Beginn des sinojapanischen Kriegs im Jahr 1937 wurde Zhangjiakou von japanischen Truppen besetzt, die Japan den Zugang zu den Kohlevorräten der Region sichern sollten.
Die japanischen Truppen wurden von den oft marodierenden Truppen der Guomindang verdrängt bevor die chinesischen Kommunisten die Macht übernahmen.
 Wirtschaft Außerdem führt durch die Stadt die Eisenbahnlinie von Peking nach Baotou. Die Südroute der Transsibirischen Eisenbahn führt durch Zhangjiakou, wo der Zug einen kurzen Aufenthalt hat. Von da bis nach Peking sind es dann lediglich 193 Kilometer.
Zhangjiakous Goldmine wurde im Jahr 1970 in Betrieb genommen und gilt als eine der führenden Goldproduzenten Chinas.
In Xuanhua befinden sich beträchtliche unterirdische Kohlelager und Metall verarbeitende Betriebe sowie chemische Industrie, Kraftwerke, Papierverarbeitung und Brauereien.
Zhangjiakou, das durch seine Nähe zu den Weidegebieten bereits ein Zentrum für Lederverarbeitung ist, engagiert sich auch in der Produktion von Schuhen. Die Wuhuan Shoe Holdings Ltd. ist ein großer Staatsbetrieb, der Turnschuhe und Hausschuhe in großer Stückzahl herstellt. 600 verschieden Arten von Schuhen werden in einer Menge von 20 Millionen Paar pro Jahr produziert.
Windenergie Zhangjiakou investiert 6,9 Milliarden Yuan, um die Sanddünen durch Aufforstung zu kontrollieren. Diese Bemühungen stehen im Zusammenhang mit dem erklärten Ziel Pekings, im Jahr 2008 „grüne Olympische Spiele“ zu veranstalten. Aus diesem Grund sollen 800.000 Hektar Land aufgeforstet werden. In diesem Zusammenhang steht auch die Förderung der Windenergie, deren Kapazität von 10 Megawatt innerhalb von zehn Jahren auf 5.000 Megawatt gesteigert werden soll.
Der Text auf dieser Seite basiert, soweit nicht anders angegeben, auf dem Artikel Zhangjiakou aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. Eine Liste der Autoren ist dort abrufbar.
|
 |  |